Lastenrad Liebe!

Gleich vorweg: dies ist keine Werbung, sondern ehrliche Überzeugung! 

Und wozu sollte ich auch zwei Lastenräder brauchen, eins reicht für ein Leben lang.
Da ich immer wieder gefragt werde, ob ich mit dem Fahrrad zufrieden bin, dachte ich mir, es ist Zeit für einen Testbericht.

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Als ich vor fünf Jahren nach Berlin gezogen bin, ist die ein oder andere hippe Mami aus Mitte mit genau so einem Rad an mir vorbei gefahren. Ich war weder schwanger, noch dachte ich daran in näherer Zukunft ein, geschweige denn zwei Kinder zu haben und noch mehr zu wollen. Im Gegenteil: ich stiefelte jung und frei auf High Heels an eben diesen Müttern vorbei und dachte, als sie den Prenzlauer Berg mit dieser Kiste erklimmen wollten, „die sind doch verrückt“.

Ein Jahr später war ich schwanger, schob aber lieber einen Kinderwagen durch die Gegend, als Rad zu fahren. Schön blöd von mir. Unsere damalige Nachbarin, alleinerziehend mit drei Kindern im Alter von 7, 5 und 3 zzgl. Hund, hatte auch so eine Kiste und hat mir täglich davon vorgeschwärmt. Richtig damit anfreunden konnte ich mich trotzdem noch nicht. 

Wieder schwanger und zwar zeitgleich mit einer Freundin von mir, stand ich vor der Frage, wie ich meinen Alltag mit zwei Kleinkindern meistern soll. Meine Freundin und ich diskutierten… Kinderwagen, Tragetuch, Manduca. Oder Lastenrad! Auto fiel irgendwie raus für die Kurzstrecken, die man täglich als Mutter zum Einkaufen, Kita, Spielplatz, Post bewältigen muss. Mir ist der Maxi Cosi einfach viel zu schwer und die Zeit um in Berlin einen Parkplatz zu finden, will ich anders nutzen.

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Wir sind also zusammen in ein Fachgeschäft für Lastenräder gefahren und konnten alle Modelle Probe fahren. Endlich konnte ich das Gefühl von Männern im Autohaus etwas nachempfinden. Wir hatten so einen Spaß. Ich war da schon ziemlich schwanger mit Junie und kurvte trotzdem alle Räder waghalsig über den Hof. Das Christiania war zum Schluss dran. Rauf gesetzt und sitzen geblieben. Denn man sitzt nicht nur unglaublich bequem, sondern hat auch ein Gefühl von Sicherheit. Durch die drei Räder kann man nicht umkippen – sogar bei Glätte nicht! Und auch durch das Verdeck kann man die Kinder immer sehen. Deshalb würde ich mir auch nie ein Fahrrad Anhänger kaufen, die Kinder während der Fahrt nicht zu sehen, ist mir zu unsicher. 

Entscheidung gefallen: Christiania! Alle Räder fahren sich unterschiedlich, deshalb empfehle ich jeden, mehrere Modelle zu testen.

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Jetzt musste ich den wirklich hohen Anschaffungspreis nur noch meinem Mann erklären. Ja, es ist wirklich sehr teuer! Ich habe die Kosten für Benzin, Fitness Studio und  Strafzettel für ca. 5 Jahre ausgerechnet. Das kommt hin. Es ist mein Sport, das Auto bleibt so gut wie immer stehen, denn man bekommt unglaublich viel unter und die Kinder lieben es damit rum zu fahren. Das Anschnallen geht schneller als in jedem Auto.

 

 

Da, wo jetzt meine Einkaufskiste drin steht, stand immer der im Boden gesicherte Maxi Cosi. Das heißt, es passen auch 3 Kinder rein. Wir denken ja vorausschauend! Wenn noch mehr kommen, dann kann man aufrüsten. Es gibt noch eine größere Kiste, die man nachträglich einbauen lassen könnte, für bis zu 6 Kinder!

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Unter der Sitzbank ist noch mal Stauraum. Das Verdeck lässt sich ganz leicht ab und wieder ran bauen und gibt es, so wie die Kiste auch, in vielen verschiedenen Farben. 

So, nun bin ich auch eine Lastend Mami, aber weder hip noch so verrückt, um voll beladen den Prenzlauer Berg zu erklimmen.

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